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HERZINFARKT-THERAPIE www.herzinfarkt-therapie.medizin-2000.de |
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Herzinfarkte Vorbeugung/ Prophylaxe: Dramatische Folgen für das Gesundheitswesen und für die einzelnen Betroffenen Herzinfarkte gehören weltweit zu den häufigsten und gefährlichsten Krankheiten überhaupt. Die Bemühungen um eine Herzinfarkt-Vorbeugung /Prophylaxe ist daher sehr wichtig. Obgleich die moderne Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) sowie des akuten Herzinfarkts dazu geführt haben, dass die Mehrzahl aller Herzinfarktpatienten das Krankenhaus nach dem ersten Infarkt lebend verlassen, sind die Langzeitaussichten nach wie vor düster. Wird ein Herzinfarkt überlebt, stellt sich oft Monate bis Jahre danach eine schwere Herzinsuffizienz ein, die die Lebensqualität dramatisch verschlechtert. Die Sterblichkeit ist ähnlich hoch wie bei bestimmten Krebsarten. Hier kann die kombinierte Behandlung mit einem ACE-Hemmer (wie z.B. Ramipril), einem Betablocker (wie beispielsweise Carvedilol) und einem harntreibendem Mittel (Diuretikum) helfen, die Prognose deutlich zu verbessern. Da in den meisten industrialisierten Ländern rund 50% der Bevölkerung an Herzinfarkt und Schlaganfall sterben, sind die Bekämpfung der etablierten Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Diabetes) sowie die entwickelten Strategien der Herzinfarkt-Vorbeugung von sehr großer humanitärer, medizinischer und ökonomischer Bedeutung.
Herzinfarkt-Prophylaxe (Herzinfarkt-Vorbeugung): In letzter Zeit haben zahlreiche qualitativ hochwertige wissenschaftliche Studien gezeigt, dass sich das Herz-Kreislaufrisiko mit vertretbarem Aufwand deutlich senken lässt. Unter anderem wurde gut belegt, dass sich über eine gesunde Ernährung eine überraschend deutliche Risikominderung erreichen lässt: die traditionelle Mittelmeerdiät, regelmäßiger Fischkonsum und eine konsequent durchgeführte fettarme vegetarische Diät können Herzinfarkte wirksam verhindern. Durch die regelmäßige Einnahme eines Blutfettsenkers aus der Wirkstoff-Familie der Statine lässt sich das Herzrisiko ebenfalls sehr positiv beeinflussen. Zahlreiche Therapiestudien haben eindeutig belegt, dass die Senkung eines erhöhten Blutdrucks das individuelle Herzinfarkt-Risiko nahezu normalisiert. Einen geradezu revolutionären Ansatz für eine wirksame Bekämpfung des Herztodes präsentierten im Sommer 2003 britische Wissenschaftler: durch die Verordnung der aus verschiedenen Wirkstoffen zusammengesetzten "Polypill" an alle Männer über 55 kann das Sterberisiko aufgrund von Herzinfarkt und Schlaganfall wahrscheinlich um über 80% gesenkt werden. Dadurch ließen sich weltweit pro Jahr einige 100.000 Menschenleben retten.
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